von Melissa Celmeur

Warum Entspannungsverfahren in der Psychotherapie so wichtig sind

Eine Meditierende Frau schaut auf eine Gruppe vorüberziehender Gänse

Psychosomatische Erkrankungen entstehen oft durch eine enge Wechselwirkung zwischen Körper und Seele. Stress, Ängste und innere Anspannung können sich sowohl auf das psychische Wohlbefinden, als auch auf den Körper auswirken. Deshalb können Entspannungsverfahren in der Psychotherapie eine wichtige Rolle einnehmen. In der May Way® Psychiatrischen Privatklinik werden gezielte Entspannungstechniken bei Angst und Entspannungsübungen bei Depressionen eingesetzt, um Patienten zu unterstützen, ihre innere Balance wiederzufinden. Doch warum sind diese Methoden so wirksam – und wie können sie helfen?

Wie Entspannungsverfahren in der Psychotherapie wirken

Viele psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder psychosomatische Beschwerden gehen mit einer Anspannung des Nervensystems einher. Die Betroffenen befinden sich oft in einem Zustand erhöhter Alarmbereitschaft, was langfristig zu Erschöpfung und körperlichen Beschwerden führen kann. Neben der klassischen Behandlung kann die psychische Entspannung durch gezielte Methoden kann dann helfen, diesen Kreislauf zu durchbrechen.

Die Wirkmechanismen von Entspannungsverfahren in der Psychotherapie sind vielfältig:

  • Reduktion von Stresshormonen: Techniken wie Progressive Muskelentspannung oder Atemübungen senken den Cortisolspiegel.
  • Beruhigung des Nervensystems: Entspannungsmethoden aktivieren den Parasympathikus, der für Ruhe und Regeneration sorgt.
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung: Patienten lernen, körperliche Anspannung frühzeitig zu erkennen und aktiv gegenzusteuern.
  • Förderung der emotionalen Stabilität: Regelmäßige Entspannung kann depressive Verstimmungen und Ängste mindern.

Entspannungsübungen bei Depressionen: Ein wichtiger Therapiebaustein

Depressive Menschen leiden oft unter innerer Unruhe oder einem Gefühl der Leere. Entspannungsübungen bei einer Depression können dabei helfen, den Geist zu beruhigen und neue Energie zu schöpfen. In der May Way® Psychiatrischen Klinik werden verschiedene Methoden eingesetzt, um individuell auf die Bedürfnisse der Patienten einzugehen:

  • Autogenes Training: Der Begriff „autogen“ bedeutet so viel wie „aus sich selbst heraus“, denn im Zentrum des autogenen Trainings steht eine Form der „Selbsthypnose“. Wird autogenes Training richtig durchführt, kann das vegetative Nervensystem, insbesondere die Körperfunktionen wie Pulsschlag, Durchblutung und Atmung beeinflusst und so den günstigen Effekt auf die Gesundheit erwirken.
  • Progressive Muskelentspannung nach Jacobson (PMR): Durch gezieltes Anspannen und Entspannen einzelner Muskelgruppen kann die Körperwahrnehmung geschult und tiefe Entspannung gefördert werden.
  • Achtsamkeitstraining: Regelmäßige Übungen können helfen, die Selbstwahrnehmung zu verbessern und der Wahrnehmung zu vertrauen. Damit können Grübelgedanken unterbrochen und der Fokus auf den gegenwärtigen Moment gelenkt werden – zum Beispiel um einfach auf Distanz zu gehen.

Diese Entspannungsübungen bei einer Depression können besonders wirksam sein, wenn sie regelmäßig angewendet werden.

Entspannungstechniken bei Angst: Ein möglicher Weg aus der Anspannung

Angststörungen stehen oft in Verbindung mit körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Zittern oder Atemnot. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, werden in der May Way® Privatklinik unterstützend bewährte Entspannungstechniken gegen die Angst eingesetzt:

  • Autogenes Training: Durch wiederholte Formeln wie „Mein Körper ist ganz ruhig“ kann der Geist in einen tiefen Entspannungszustand versetzt werden.
  • Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen (PMR): Muskeln entspannen und anspannen – das ist der Grundgedanke Progressiven Muskelentspannung, auch progressive Muskelrelaxation (PMR) genannt. Entwickelt wurde die Entspannungsmethode vom US-amerikanischen Arzt Edmund Jacobson. Er fand heraus, dass seelische Erkrankungen mit einer Anspannung der Muskeln zusammenhängen. Die gezielte Entspannung der Muskeln verringert die Aktivität von Nerven, gleichzeitig nimmt die psychische Anspannung ab. Die Methode hat hohen rehabiliativen Nutzen

Diese Techniken können Betroffenen helfen, Angstzustände zu bewältigen und langfristig gelassener zu werden. Sie gelten als ganzheitliche unterstützten Therapien und sollten auch nach Abklingen der akuten Symptome als Prophylaxe zu Hause fortgeführt werden.

Entspannungsverfahren als Chance auf mehr Wohlbefinden

Psychische Entspannung ist ein wichtiger, unterstützender Bestandteil der ganzheitlichen Therapie psychosomatischer Erkrankungen. In der May Way® Psychiatrischen Privatklinik werden deshalb gezielt Entspannungstechniken und Entspannungsübungen bei Depressionen gegen Angst und bei Depressionen eingesetzt, um das Wohlbefinden der Patienten nachhaltig zu verbessern. Wer in der Lage ist, regelmäßig zu entspannen, kann sowohl seine psychische Gesundheit stabilisieren, als auch unter Umständen körperliche Beschwerden reduzieren.

Möchten Sie mehr über die Therapieansätze der May Way® Klinik erfahren? Kontaktieren Sie uns – wir unterstützen Sie auf Ihrem Weg zu mehr innerer Ruhe und Stabilität.