von Melissa Celmeur
Ambulante Psychotherapie vs. stationäre Psychotherapie
Die Entscheidung zwischen einer ambulanten Psychotherapie und einer stationären Psychotherapie hängt von vielen individuellen Faktoren ab. Betroffene stellen sich natürlich die Frage, welche Therapieform die beste Wahl für ihre spezifische Situation ist. Während eine ambulante Behandlung oft flexibler ist, bietet eine stationäre Therapie intensivere Behandlung. Doch wann ist ein Klinikaufenthalt wirklich sinnvoll?
Die Indikation einer ambulanten Psychotherapie
Eine ambulante Psychotherapie eignet sich besonders für Menschen, die trotz psychischer Belastungen ihren Alltag noch gut bewältigen können. Bei leichteren Depressionen, Angststörungen oder Belastungsreaktionen kann eine ambulante Behandlung oft ausreichen. Der Vorteil ist, dass Betroffene in ihrem gewohnten Umfeld bleiben und die Therapie in ihren Alltag integrieren können.
Die Indikation einer ambulanten Psychotherapie ist dann gegeben, wenn:
- der Patient stabil genug ist, um selbstständig im Alltag zu funktionieren,
- keine akuten Symptome wie plötzliche Panikattacken, starke Hoffnungslosigkeit bis hin zur Lebensmüdigkeit, Verdacht auf Selbstgefährdung oder Fremdgefährdung vorliegen,
- ein stabiles soziales Umfeld vorhanden ist, das gegebenenfalls unterstützend wirken kann.
Wann ist eine stationäre Psychotherapie sinnvoll?
In einigen Fällen reicht eine ambulante Psychotherapie nicht aus, und eine stationäre Psychotherapie in einer spezialisierten Einrichtung, zum Beispiel in einer psychosomatischen Privatklinik wie der My Way® Klinik, ist notwendig. Eine stationäre Behandlung bietet eine intensive Betreuung durch ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften. Zudem profitieren Patienten von einem strukturierten Tagesablauf, der Sicherheit und Stabilität vermittelt.
Eine stationäre Psychotherapie ist vorzuziehen, wenn:
- das Krankheitsbild komplex ist, zum Beispiel bei mehreren Diagnosen,
- eine ambulante Behandlung ausgeschöpft wurde oder nicht ausreicht,
- die psychische Erkrankung schwerwiegend ist und den Alltag stark einschränkt,
Die Vorteile unserer psychosomatischen Privatklinik
Eine psychosomatische Privatklinik, wie die My Way® Psychiatrische Klinik, bietet eine individuelle, auf den Patienten zugeschnittene Therapie in einem geschützten Umfeld. Der große Vorteil gegenüber der ambulanten Psychotherapie liegt in der intensiven Betreuung und der Möglichkeit, tiefgehende psychische Probleme ohne Alltagsstress zu bearbeiten.
In unserer psychosomatischen Privatklinik werden verschiedene Therapieansätze kombiniert, darunter:
- Verhaltenstherapie
- Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
- Entspannungsverfahren
- Medizinische Behandlung
- Bewegungstherapie
Welche Therapieform ist die richtige?
Ob eine ambulante Psychotherapie oder eine stationäre Psychotherapie die bessere Wahl ist, hängt von der individuellen Situation des Patienten ab. Während eine ambulante Therapie Flexibilität und Alltagseinbindung ermöglicht, bietet eine stationäre Behandlung mehr Betreuung.
Zu beachten wäre zunächst die Abgrenzung der Krankenversicherungen innerhalb des stationären Aufenthaltes, und zwar zwischen der Rehabilitation beziehungsweise dem Kur- oder Sanatoriumsaufenthalt (Reha-Kliniken) und Einrichtungen für Behandlung der akuten, oft komplexen manifesten Beschwerden (Krankenhäuser).
Kliniken beziehungsweise Reha-Kliniken als Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen (Kur- oder Sanatoriums Einrichtungen) sind Einrichtungen, die nach Sozialgesetzbuch (SGB) „ausgerichtet sind, eine Schwächung der Gesundheit, die in absehbarer Zeit voraussichtlich zu einer Krankheit führen würde, zu beseitigen oder einer Gefährdung der gesundheitlichen Entwicklung eines Kindes entgegenzuwirken (Vorsorge) oder eine Krankheit zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern oder im Anschluss an Krankenhausbehandlung den dabei erzielten Behandlungserfolg zu sichern oder zu festigen“.
Für die Aufnahmen in die Rehakliniken werden so genannte Reha-Anträge ausgefüllt, vorrangige Träger dieser Maßnahmen sind Rentenversicherungsträger und hilfsweise, beziehungsweise nachrangig, die Krankenkassen (siehe auch § 107 Absatz 2 ff SGB V).
Hingegen sind Kliniken als Krankenhäuser diejenigen Einrichtungen, welche nach Sozialgesetzbuch (SGB) „darauf ausgerichtet sind, Krankheiten der Patienten erkennen, heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder die Krankheitsbeschwerden zu lindern.“
Kostenträger der Krankenhausbehandlung sind die Krankenversicherungen (siehe auch § 107 Absatz 1 ff Sozialgesetzbuch). Für die Aufnahme in die Krankenhäuser ist die Verordnung von Krankenhausbehandlung, die sogenannte Einweisung, vorgesehen. Die Vorlage einer Einweisung ist nicht Bedingung bei medizinischer Notwendigkeit. Die My Way® Privatklink stellt die medizinische Notwendigkeit bei Aufnahme fest.
In einer psychosomatischen Privatklinik wie unserer My Way® Klinik wird die intensive Unterstützung zur Eröffnung nachhaltiger Heilungschancen geboten. Wer sich unsicher ist, kann sich professionell beraten lassen, um die beste Therapieform für sich zu finden.
Die My Way® psychosomatische und psychiatrische Privatklinik kann als Einrichtung für analoge Krankenhausbehandlung nach § 107 Absatz 2 SGB V Betroffene zeitnah aufnehmen. Erwachsene mit nahezu allen psychiatrischen Erkrankungen und psychosomatischen Beschwerden, die akut eine stationäre Psychotherapie aufgrund des Schweregrades oder der Komplexität der Erkrankung benötigen, können aufgenommen werden, sofern sie für das offene Setting ausreichend absprachefähig sind. Die Aufnahme erfolgt nach einer telefonischen oder persönlichen Beratung. Kontaktieren Sie uns!