von Melissa Celmeur
Essstörungen stationär behandeln – Was passiert in der Therapie?
Eine Essstörung ist eine psychische Erkrankung, die einer professionellen Behandlung bedarf. Nicht selten versuchen Betroffene, sich selbst zu therapieren, sei es aus Scham, oder weil sie die Notwendigkeit einer kompetenten Hilfe nicht erkennen. Nur äußerst selten sind solche Versuche von Erfolg gekrönt. Eine Therapie in einer psychiatrischen oder psychosomatischen Klinik ist unbedingt angeraten. Warum ist das so?
Während der Therapie in einer Klinik für Essstörungen erhalten Betroffene eine umfassende medizinische, ernährungspsychologische und psychotherapeutische Versorgung. Bereits zu Beginn erfolgt eine genaue Diagnostik inklusive körperlicher Untersuchung, Labor, Gewichtskurve und Einschätzung der Essstörungen mit ihren Symptomen, als da sind Gewichtsverlust, Esslustkontrolle, Essvermeidung oder kompensatorisches Verhalten. Die Aufnahme erfolgt meist vollstationär, je nach Schweregrad, Begleiterkrankungen und Umfeld der betroffenen Person.
Warum stationäre Behandlung bei Essstörungen sinnvoll ist
- Eine spezialisierte Klinik für Essstörungen bietet rund um die Uhr medizinische und therapeutische Betreuung.
- Die feste Struktur im Alltag ist beim Wiedererlernen eines gesunden Essverhaltens hilfreich.
- Bei Essstörungen werden die Symptome erfassbar gemacht und durch interdisziplinäre Diagnostik und Therapie gezielt bearbeitet.
- Gruppen‑ und Familientherapien stärken soziale Integration, Motivation und Lebenssinn jenseits der Essstörung.
- Der Übergang zurück ins Leben wird mit Nachsorge und ambulanter Begleitung geplant und gefestigt.
Das Therapiemodell aus drei Phasen
Phase 1 – Diagnostik, Therapie- und Hilfeplanung
Zu Beginn der Behandlung in der Klinik für Essstörungen erfolgt eine umfassende Diagnostik, die die Grundlage für den weiteren Verlauf bildet. Dabei werden für die Essstörung typischen Symptome sorgfältig wissenschaftlich erfasst, auf der Grundlage des internationalen Verzeichnisses der Krankheiten, laut ICD 10 Gruppe F50.0 Essstörungen. Unsere Fachärzte und Therapeuten analysieren körperliche Parameter, psychische Belastungen und das Essverhalten. Auf dieser Basis wird ein individueller Behandlungsplan entwickelt. Ziel ist es, sowohl die körperliche Stabilisierung als auch die psychotherapeutischen Schritte exakt zu planen, um eine effektive, für die Essstörung individuelle Therapie zu gewährleisten.
Phase 2 – Therapieverlauf
In der zweiten Phase beginnt die eigentliche Essstörung-Therapie. Die Klinik für Essstörungen setzt dabei auf hochfrequente Einzelgespräche, ergänzt durch zum Beispiel Coachings. Diese Coachings thematisieren unter anderem Lebensbewältigung, Beziehungserfahrungen sowie Konflikte zwischen Autonomie und Bindung. Auch Fragen zu Intimität und familiären Mustern werden bearbeitet. Die Therapie zielt darauf ab, schädigende Verhaltensmuster zu verändern und neue Bewältigungsstrategien zu etablieren. Parallel dazu wird die körperliche Gesundheit überwacht, um mögliche Risiken durch bei Essstörungen typische Symptome zu minimieren.
Phase 3 – Individuelle Nachsorge
Die dritte Phase widmet sich der langfristigen Stabilisierung. Bereits während des stationären Aufenthalts in der Klinik für Essstörungen wird gemeinsam mit den erkrankten Personen ein individueller Nachsorgeplan entwickelt. Dieser sichert die Überleitung in ambulante Einrichtungen und bindet eventuell externe Fachkräfte ein. Ein wichtiger Bestandteil ist die Möglichkeit, bei Bedarf auf Kriseninterventionen zurückzugreifen. Optional können regelmäßige Nachsorgetermine wahrgenommen werden, um den Erfolg der Essstörungs-Therapie zu festigen. Das strukturierte Konzept der My Way® Klinik für Essstörungen garantiert, dass die erzielten Fortschritte der für die Essstörungen ausgelegten Therapie nachhaltig erhalten bleiben.
Was bedeutet dieses Modell bei Essstörungen konkret?
- Die bei der Essstörung auftretenden Symptome werden schon in Phase 1 detailliert erhoben, um Ursachen zu erkennen und den Hilfebedarf einzuschätzen.
- In Phase 2 beginnt dann die auf die Essstörung ausgerichtete, individuelle Therapie, die die psychische mit der medizinischen Betreuung kombiniert. Neben der hochfrequenten Einzeltherapie sind störungsspezifische Kleingruppen empfehlenswert, so für Selbstmanagement, Wertesystem, Emotionales Training und die Elemente der Schematherapie mit dem Ziel des Umgangs mit den in der Persönlichkeit begründeten Mustern.
- Phase 3 sorgt für eine solide Nachsorgeplanung, die Rückfälle verhindern und Sicherheit geben soll.
Ihr Weg zur Genesung bei der My Way® Privatklinik
Die My Way® Privatklinik für Psychiatrie und Psychosomatik verfolgt ein klar strukturiertes Dreiphasenmodell, das auch bei Essstörungen wirksam eingesetzt wird. Schon in der ersten Phase lernen Sie grundlegende Strategien, um problematische Essmuster zu erkennen. In der zweiten Phase unterstützt Sie die Klinik mit gezielter Einzeltherapie und individuellem Coaching, um persönliche Themen und Verhaltensweisen zu bearbeiten. Schließlich garantiert die dritte Phase eine sorgfältige Nachsorgeplanung, damit die erzielten Erfolge auch nach dem Klinikaufenthalt Bestand haben.
Durch die Kombination aus Diagnostik, intensivem Therapieverlauf und nachhaltiger Nachsorge bieten wir einen sicheren, strukturierten Rahmen für Heilung. Wenn Sie professionelle Unterstützung benötigen, ist die My Way® Klinik ein kompetenter Ansprechpartner für eine erfolgreiche und individuell angepasste Therapie bei Essstörungen.