von Melissa Celmeur
Soziale Phobie – die Angst vor den anderen
Die soziale Phobie ist eine der am häufigsten auftretenden Angststörungen und kann das Leben der Betroffenen stark einschränken. Sie äußert sich in intensiver Angst vor Situationen der Interaktion mit anderen Menschen und der Befürchtung, negativ bewertet oder abgelehnt zu werden. Diese Angst kann so stark sein, dass sie den Alltag erheblich beeinträchtigt.
Sozialen Phobien und ihre Symptome
Die soziale Phobie manifestiert sich durch eine Vielzahl von Symptomen, die sowohl körperlicher als auch psychischer Natur sein können. Typische für soziale Phobien sind folgende Symptome:
- Bewusste Vermeidung angstauslösender Situationen
- Ausweichtechniken, wenn sich Situationen nicht vermeiden lassen
- Erröten oder Sprachhemmung
- Herzklopfen oder Herzrasen
- Schwitzen und Zittern
- Magen-Darm-Beschwerden
- Intensive Angst vor dem Sprechen in der Öffentlichkeit oder dem Kontakt mit Fremden
Diese Symptome können bereits bei der Vorstellung einer sozialen Interaktion auftreten und führen oft zu einem Teufelskreis aus Angst und Vermeidung beziehungsweise in eine Abwärtsspirale, indem Misserfolge zu immer größerer Unsicherheit führen. Oder das Verhalten der Betroffenen, mit dem Versuch des „Überspielens“ der sozialen Phobie kann andere nachhaltig irritieren und die eigene Isolation verstärken.
Mögliche Ursachen der sozialen Phobie
Die soziale Phobie hat oft Ursachen, die in der Kindheit eines Menschen verwurzelt sind. Negative Erfahrungen in jungen Jahren – etwa Ausgrenzung, übermäßige Kritik oder mangelnde emotionale Sicherheit – können das Selbstwertgefühl nachhaltig beeinträchtigen und Ängste im sozialen Miteinander fördern.
Auch genetische Veranlagungen und Persönlichkeitsmerkmale wie hohe Sensibilität oder introvertiertes Verhalten können die Entstehung einer sozialen Phobie begünstigen. Wird der Kontakt zu anderen dauerhaft vermieden, fehlen zudem korrigierende Erlebnisse, die die Angst abbauen könnten, und die soziale Phobie verfestigt sich. Ursachen aus der Kindheit sind dann oft nur noch schwer zu beseitigen.
Soziale Phobie überwinden – welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Aber auch, wenn es schwierig sein kann, man kann soziale Phobien überwinden. Eine effektive Methode ist die kognitive Verhaltenstherapie, bei der negative Denkmuster erkannt und verändert werden. Durch gezielte Konfrontation mit angstauslösenden Situationen lernen Betroffene, ihre Ängste zu bewältigen und ihr Selbstvertrauen zu stärken.
In einigen Fällen kann auch eine medikamentöse Behandlung sinnvoll sein, insbesondere wenn die soziale Phobie mit ihren Symptomen sehr stark ausgeprägt sind. Hierbei kommen meist Antidepressiva zum Einsatz, die die Angst reduzieren können.
Die My Way® Klinik – Ihr Weg aus der sozialen Phobie
Die My Way Klinik® bietet ein ganzheitliches und individuelles Behandlungskonzept für Menschen mit sozialer Phobie. Unser integratives Therapiekonzept kombiniert verschiedene therapeutische Ansätze, um auf die spezifischen Bedürfnisse jedes Einzelnen einzugehen. Dabei legen wir unter anderem Wert auf Einzeltherapien. Erst wenn hier die Grundlage geschaffen wurde, entscheiden die Betroffenen, an einer Gruppentherapie teilzunehmen. Als Therapiemodule werden hier empfohlen insbesondere die Kleingruppen „Emotionale Regulation“, „Selbstwert, Selbstakzeptanz“ zum Aufbau des Selbstwertgefühls sowie „Exposition“ mit dosiertem Training der Bewältigung der auslösenden Situationen.
Unser Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre soziale Phobie zu überwinden und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Durch die intensive Betreuung in unserer Klinik können Sie lernen, Ihre Ängste zu verstehen, zu akzeptieren und schrittweise abzubauen.
Wenn Sie sich in den beschriebenen Symptomen wiedererkennen oder Fragen zur Behandlung haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unser Team steht Ihnen jederzeit für ein unverbindliches Beratungsgespräch zur Verfügung.