von Melissa Celmeur
Die unsichtbare Last: Leben mit Angststörungen
Angst ist eine überlebenswichtige Emotion, die den Menschen vor Gefahren warnt und schnelle, notwendige Reaktionen auslöst. Doch wenn sie außer Kontrolle gerät, kann sie zu einer schweren Belastung werden. Angststörungen sind weit verbreitete psychische Erkrankungen, die sich in unterschiedlichen Formen zeigen und den Alltag der Betroffenen massiv einschränken können. Besonders Panikattacken und ihre Symptome machen vielen Menschen zu schaffen, da sie oft unerwartet auftreten und geradezu lähmend wirken können.
Angststörungen und ihre Symptome
Angststörungen liegen vor, wenn Ängste unangemessen stark sind und nicht mehr in einem sinnvollen Verhältnis zur tatsächlichen Gefahr stehen. Betroffene spüren eine intensive Furcht, obwohl objektiv keine Bedrohung existiert. Häufig sind sie sich der Unangemessenheit ihrer Gefühle bewusst, doch sie können sie nicht kontrollieren. Je nach Art der Angststörungen äußern sich Symptome unterschiedlich. Während spezifische Phobien durch konkrete Auslöser wie Spinnen, Menschenmengen oder enge Räume hervorgerufen werden, treten bei der generalisierten Angststörung ständig übermäßige Sorgen auf – etwa um die Gesundheit, den Job oder die Sicherheit geliebter Menschen.
Panikattacken gehören zu den eindringlichsten und belastendsten Erscheinungsformen von Angststörungen. Sie treten oft ohne erkennbaren Grund auf und gehen mit intensiven körperlichen Symptomen einher. Häufig treten bei Angststörungen und Panikattacken Symptome wie Herzrasen, Schwindel, Atemnot, Übelkeit und Zittern auf. Viele Betroffene erleben dabei das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, ohnmächtig zu werden oder sogar zu sterben. Diese Panikattacken können so beängstigend sein, dass Betroffene aus Angst vor neuen Attacken ihr Verhalten anpassen und bestimmte Orte oder Situationen meiden – ein Teufelskreis, der sich zu einer Panikstörung entwickeln kann.
Ursachen und Auswirkungen
Die Entstehung von Angststörungen unterliegt oftmals vielen unterschiedlichen Faktoren. Belastende Lebensereignisse, traumatische Erfahrungen oder ungünstige Erinnerungen aus der Kindheit können eine Rolle spielen. Auch eine genetische Veranlagung oder ein Ungleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn wird als mögliche Ursache vermutet.
Die Auswirkungen von sind sowohl psychischer als auch physischer Natur. Neben ständiger Anspannung, Unsicherheit und Sorgen führen Angststörungen mit ihren Symptomen oft zu sozialem Rückzug oder zu einem schwachen Selbstwertgefühl. Manchmal führen sie zu schweren Depressionen oder sind umgekehrt eine Folge davon. Neben den Panikattacken können körperlichen Symptome wie Magenschmerzen, Schweißausbrüche oder Atemprobleme das Leiden zusätzlich verstärken.
Wege aus der Angst
Da Angststörungen meist chronisch verlaufen und selten von selbst verschwinden, ist eine professionelle Behandlung ratsam. Als eine bewährte Therapieform hat sich die kognitive Verhaltenstherapie gezeigt. Sie hilft Betroffenen, ihre Denkmuster zu hinterfragen und neue Strategien im Umgang mit ihren Ängsten zu entwickeln. Auch die sogenannte Expositionstherapie, bei der Patienten sich schrittweise angstbesetzten Situationen stellen, kann dazu beitragen, die übersteigerte Angstreaktion zu reduzieren.
Das Ziel der Behandlung ist nicht, die Angst völlig zu eliminieren, sondern sie auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Denn Angst hat eine wichtige Schutzfunktion – sie sollte jedoch nicht zum ständigen Begleiter werden, der das Leben bestimmt.
In der My Way® Psychiatrischen Klinik begleiten wir Sie auf Ihrem Weg aus der Angststörung und den Symptomen – mit individuellen Therapiemodellen, die Ihnen helfen, Ihre Lebensqualität zurückzugewinnen.