von Melissa Celmeur

Generalisierte Angststörung – Symptome und Behandlung

Wann ist Angst eine generalisierte Angststörung? Im Alltag hat jeder Mensch irgendwann einmal Sorgen oder Ängste, das ist völlig normal. Doch manchmal kippt dieses Gefühl der Angst und wird so stark, dass es das Leben beeinträchtigt. Dann kann aus einer normalen Angst eine Erkrankung werden, die behandelt werden sollte.

Viele Fachleute stellen klar, dass Angst eigentlich etwas Sinnvolles ist. Sie schützt uns vor Gefahren. Bei einer Angststörung jedoch ist dieses Gefühl übersteigert. Bei generalisierten Angststörungen passt die Reaktion auf eine vermeintliche Gefahr nicht mehr zur Situation. Menschen mit einer solchen Störung empfinden sehr starke Ängste, schätzen Gefahren falsch ein oder reagieren ängstlich, ohne dass es einen echten Grund gibt.

Welche Ängste muss man loswerden, welche nicht?

Normale Angst taucht in bestimmten Momenten auf – etwa vor einer Prüfung, einem Vorstellungsgespräch, einer neuen Erfahrung oder vor gewaltbereiten oder gewalttätigen Menschen. Man weiß, warum man sich sorgt, und sobald die Situation vorbei ist oder gemeistert wurde, lässt die Angst nach.

Bei einer generalisierten Angststörung ist das anders. Die Sorgen haben keinen echten Grund mehr. Die Gedanken kreisen anhaltend um Themen wie Gesundheit, Finanzen, Familie, einen möglichen Unfall oder um die Zukunft schlechthin. Man steht ständig unter Anspannung, oft begleitet von körperlichen Beschwerden. Sich von dieser Angststörung ohne Behandlung wieder befreien zu können, ist oft nicht leicht.

Angststörung: die Symptome erkennen

Ob eine Sorge noch im normalen Bereich liegt oder ob bereits eine Angststörung ihre Symptome zeigt, lässt sich oft nur schwer einschätzen. Es gibt jedoch einige Merkmale, die dabei helfen können, die eigene Situation besser einzuordnen. Die folgenden Punkte geben eine erste Orientierung:

  • Wie oft und wie stark? Wenn Ängste häufig und sehr intensiv sind – etwa wenn man täglich grübelt – kann das auf eine Angststörung hindeuten.
  • Wie lange und wie belastend? Wenn Sorgen über Monate bleiben, zum Beispiel ein halbes Jahr oder länger, und den Alltag einschränken, etwa im Beruf oder in Beziehungen, spricht das für eine generalisierte Angststörung.
  • Passt die Angst zur Situation? Wenn Ängste auch ohne Gefahr oder ohne Grund auftreten, ist das ein erstes, ernstes Warnzeichen.
  • Gibt es körperliche Anzeichen? Herzklopfen, Schwitzen, Zittern, Schlafprobleme, Konzentrationsstörungen oder Muskelverspannungen sind bei Angststörungen häufige Symptome und Begleiterscheinungen.
  • Gibt es weitere psychische Störungen? Depressive Symptome wie Niedergeschlagenheit, das Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Schlafstörungen können auf eine drohende Depression hindeuten.

Was macht die generalisierte Angststörung besonders?

Bei der generalisierten Angststörung steht das Sorgenmachen selbst im Mittelpunkt. Betroffene denken unaufhörlich über mögliche Probleme nach, manchmal sogar darüber, dass sie sich zu viel sorgen. Das kann zu einem dauerhaften Zustand innerer Unruhe führen. Je früher man das erkennt und sich Hilfe holt, desto besser lässt sich in der Regel die Lebensqualität wieder herstellen.

Was kann bei Angststörung eine erfolgreiche Behandlung darstellen?

Wenn Sie merken, dass Angst oder Sorgen Ihr Leben so stark beeinflussen, dass Sie sich in Ihren Entscheidungen nicht mehr frei fühlen, ständig grübeln und körperliche Beschwerden haben, ist es sinnvoll, mit dem Hausarzt oder einem Psychotherapeuten zu sprechen. Dort kann geklärt werden, ob eine generalisierte Angststörung vorliegt und welche Behandlung geeignet ist, die Ängste loszuwerden.

Bei Angststörung: die Symptome ernst nehmen und ärztliche Hilfe suchen!

Sorgen und Ängste sind Teil des Lebens. Sie schützen und motivieren uns. Problematisch wird es erst, wenn Ängste keinen konkreten Anlass mehr haben, nicht mehr verschwinden und dadurch das Leben dauerhaft belasten. Dann ist es wichtig, etwas zu unternehmen, um unbegründete Ängste loswerden zu können. Bei einer generalisierten Angststörung gilt: Je früher man handelt, desto besser sind die Chancen auf Besserung.

In der My Way® Privatklinik kann Ihrer Angststörung die adäquate Behandlung zuteilwerden, wenn unser Team aus Therapeuten die Symptome einer generalisierten Angststörung bei Ihnen erkennen und Sie Ihre Ängste loswerden müssen, um ohne Beeinträchtigungen leben zu können. Zielführend ist die hochfrequente Einzeltherapie sowie störungsspezifische Therapiemodule wie Achtsamkeitstraining, emotionales Training, Exposition mit wohldosierter Konfrontation mit angstauslösenden Situationen zur Vermeidung der Angststärke und Wertesystemtraining zur Wiederfindung des „Inneren Kompasses“ Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns!